Der Salix alba, oder Schießweide, auch als Kopfweide bekannt, ist zu Recht mein Lieblingsbaum bei den Pferden.
Sie ist vielseitig, hat medizinische Eigenschaften und wächst fast wie Unkraut. Man kann sie leicht vermehren und für alle möglichen Zwecke verwenden. Ehe Sie sich versehen, werden Sie an Weidenbäumen zugrunde gehen.
In diesem Blog versuche ich, Sie ebenso für mein liebstes ‘Unkraut’ zu begeistern.
Was genau ist eine Trauerweide (Kopfweide)?
Die Weide ist ein schnellwüchsiger Baum, der bis zu 30 Meter hoch werden kann. Sie blüht im April und Mai. Offiziell mag sie nasse Füße, aber zum Glück gedeiht sie auch auf unserem sandigen Boden.
Der Name Kopfweide sagt übrigens nichts über die Art aus, sondern über die Schnittmethode: das Bestäuben. Es gibt viele verschiedene Weidenarten, z. B. Trauerweide, Waldweide und Zwergweide.
Die geernteten Zweige werden als Zehen bezeichnet, wenn sie 1 bis 2 Jahre alt sind, und als Stangen oder Pfähle, wenn sie 3 bis 7 Jahre alt sind.
Gut zu wissen: Alle Sorten können unbedenklich an Ihr Pferd verfüttert werden.
Warum ist Weide ideal für Pferdebesitzer?
Weide wächst schnell und ist gleichzeitig flexibel und stark. Das macht sie sehr vielseitig.
Für Pferde ist es wirklich ein Allrounder:
- Pferde knabbern gerne Blätter und Rinde
- Perfekt als natürliches Raufutter oder zur Anreicherung
- Spendet Schatten im Lebensraum von Pferden oder auf der Koppel (Paradies)
- Äste können für Asthaufen oder als Windschutz verwendet werden
- Weidenzweige können zu Zäunen, Beeten oder Einfriedungen geflochten werden.
- Dickere Äste sind ideal als Stangen
- Zerkleinertes eignet sich gut als Bodendecker (z. B. für Barfußpfade oder Schlammflächen)
Zusätzlicher Spaß: Versuchen Sie, einen Weidentunnel zu bauen. Er sieht märchenhaft aus und sorgt im Sommer für Abkühlung. Der Weidentunnel auf dem Bild ist für die Leute auf der Gärten von A. Vogel, für Pferde braucht man etwas mehr Breite und Schutz 😉.

Weidefütterung für Ihr Pferd: gesundes und natürliches Knabbermaterial
Die Blätter und die Rinde sind sicher und sehr beliebt. Viele Pferde lieben es, sie anzuknabbern.
Ich verwende regelmäßig Weide als:
- Ergänzung von Raufutter
- Aktivität gegen Langeweile
- natürliche Bereicherung auf der Koppel
Auf diese Weise ahmen Sie das natürliche Verhalten bei der Nahrungssuche besser nach.
Eigene Weidenstecklinge nehmen und pflanzen (Schritt-für-Schritt-Plan)
Die Schönheit? Weidenstecklinge sind wirklich ein Kinderspiel.
Schritt 1 - Entnahme des Schnittes von der Weide
Stecklinge im Winter, während einer frostfreien Periode. Vorzugsweise vor Ende März.
Schneiden Sie eine gerade, dicke Zehe, die 1-2 Jahre alt ist. Dickere Zehen wachsen schneller zu kräftigen Bäumen heran. Achten Sie darauf, dass der Stamm mindestens 2 m lang ist.
Extra-Tipp: Haben Sie die Zehen von jemand anderem bekommen und können sie nicht sofort einpflanzen? Dann legen Sie sie in einen Eimer mit Wasser. Nach einer Weile treiben sie Wurzeln aus. Behandeln Sie diese beim Einpflanzen sorgfältig.
Schritt 2 - Vorbereiten des Zuschnitts
Entfernen Sie alle Seitenäste, so dass Sie einen geraden Stock erhalten.
Manche kratzen die Rinde ab oder sägen den Boden schräg ab. Das ist möglich, aber ich selbst mache das nie, und meine Stecklinge schlagen gut an.
Schritt 3 - Boden vorbereiten
Wählen Sie einen sonnigen Standort (Halbschatten ist auch möglich, wächst aber langsamer).
Heben Sie mit einem Erdbohrer ein Loch von mindestens 50 cm Tiefe aus. Heben Sie die freigewordene Erde auf, Sie brauchen sie für die Bepflanzung.

Schritt 4 - Pflanzung des Weidensetzlings
Setzen Sie den Zeh direkt in das Loch, füllen Sie ihn mit Erde und drücken Sie ihn fest.
Ich schneide sie dann auf Schulterhöhe zurück. Das ist später leichter zu beschneiden. Sie können diesen Rückschnitt auch nach 2 Jahren vornehmen. Durch den regelmäßigen Rückschnitt entsteht der charakteristische 'Dutt'. Sie können ihn auch einfach zu einem 'normalen' Baum heranwachsen lassen.
Schritt 5 - Wartung
Junge Weiden brauchen in der ersten Zeit zusätzliche Hilfe.
Gießen Sie in Trockenperioden regelmäßig, besonders auf sandigen Böden. So kann der Steckling gut anwurzeln. Sorgen Sie dafür, dass die Pferde zumindest in den ersten zwei Jahren nicht an den Steckling herankommen. Danach können sie ihn zwar anknabbern, aber ich würde ihn immer mit einem Draht umgeben.
Nach dem zweiten Jahr können Sie mit dem Beschneiden und Ernten beginnen.
Klassischerweise werden Kopfweiden alle zwei Jahre geköpft.
Aber... ich nenne sie nicht umsonst mein Lieblingskraut 😉.
Sie können sie auch jährlich fein beschneiden, wenn Sie mehr Zweige ernten wollen. Sie wachsen ohnehin blitzschnell nach.
Hat die Weide medizinische Eigenschaften für Pferde?
Weidenrinde enthält Salicin. Dieses wird im Körper in Salicylsäure umgewandelt, eine mit Aspirin verwandte Substanz, die bei Schmerzen und Entzündungsprozessen eine Rolle spielt.
Beim Menschen zeigen Studien eine leichte Linderung der Gelenkschmerzen. Für Pferde gibt es noch wenig direkte Forschung. Daher sehe ich es hauptsächlich als milde, natürliche Unterstützung, nicht als Ersatz für die Schmerzlinderung.
Ich selbst trockne etwas Weidenrinde und bewahre sie in der Sattelkammer für Notfälle im Winter auf.
Aber im Falle von offensichtlichen Schmerzen oder Fieber? Dann konsultiere ich immer den Tierarzt.
Möchten Sie mehr über die Fütterung von Raufutter für Ihr Pferd erfahren?
Ihr Pferd gesund zu ernähren, ohne es übergewichtig zu machen, aber auch ohne lange Essenspausen oder das Risiko von Magenproblemen, kann ein ziemliches Rätsel sein.
Benötigen Sie weitere Informationen zu diesem Thema?
In unserem kostenlosen E-Book gebe ich fünf praktische Tipps, wie Sie die richtige Menge an Raufutter für Ihr Pferd bestimmen können.
👉 Sie werden es finden E-Book hier.

