Was für den Menschen gilt, gilt auch für das Pferd: Idealerweise sollte man die Aufnahme von Zucker begrenzen. Das wird auch für den Menschen immer schwieriger, da er in vielen Produkten enthalten ist, ohne dass man es merkt. Aber auch Pferdeheu scheint in den letzten Jahren immer mehr Zucker zu enthalten. Zuckerarmes Heu ist wichtig für die Gesundheit Ihres Pferdes.
Als ich anfing, selbst Heu für meine Pferde zu machen, wollte ich wissen: Wie kann ich sicherstellen, dass das Heu so wenig Zucker wie möglich enthält? In diesem Blog teile ich mit Ihnen die Antworten, die ich auf meiner Suche gefunden habe.
Warum ist zuckerarmes Heu wichtig für Ihr Pferd?
Geben Sie Ihrem Pferd vorzugsweise Heu mit einem Zuckergehalt von <10%. Vor allem Rassen, die zu Hufrehe und Übergewicht neigen, profitieren von zuckerärmerem Heu. Wenn zu viel Zucker in der Nahrung eines Pferdes enthalten ist, das diesen nicht in Energie umwandeln kann (Bewegung), wird der Zucker in Fett umgewandelt. Dies führt zu Fettleibigkeit.
Übergewicht kann zum Beispiel zu Arthrose und Hufrehe führen. Viele von Ihnen wissen mehr über diese Gesundheitsrisiken bei Pferden, dann lesen Sie diesen Blog.
Der Prozess beginnt vor der Ernte
Die Ernte von zuckerarmem Gras beginnt eigentlich schon lange vor der Ernte, nämlich mit der Vorbereitung des Bodens, den idealen Bedingungen und der Auswahl der Grassamen. Dies sind die idealen Bedingungen für einen möglichst niedrigen Zuckergehalt im Heu.
Tipp 1: Auswahl an Grassamen
Die idealsten Gräser für Pferde sind: Lieschgras (Phleum pratense), Krokus (Dactylis glomerata), Schilfrohrschwingel (Lolium arundinaceum), Feldhaferflocken (Festuca pratensis) und Ackerkratzdistel (Poa pratensis). Dies ist eine kleine Auswahl an Grassamen. Lassen Sie sich beraten, welche Sorten für Ihre Pferde geeignet sind, aber natürlich auch für den Boden! Es ist ein großer Unterschied, ob Sie einen sandigen oder lehmigen Boden haben. Gute Ratschläge erhalten Sie zum Beispiel bei Natuly (ehemals Bioron).
Tipp 2: Zeitpunkt des Mähens
Mähen Sie das Gras am frühen Morgen vor 10:00 Uhr. Im Laufe des Tages bildet sich unter dem Einfluss des Sonnenlichts Fruktan. Das Gras nutzt dies zum Wachsen. In der Nacht, wenn keine Photosynthese stattfinden kann, weil die Sonne nicht scheint, wächst das Gras bei einer Temperatur von über 7 ºC. Dieses nächtliche Wachstum reduziert die Menge an Fruktan.
Ich habe mich für die Heuernte im Juni entschieden. Der Grund für die Wahl dieses Zeitraums ist, dass das Gras zu diesem Zeitpunkt seine Blütezeit beendet hat und in der Saat ist. Außerdem besteht in dieser Zeit eine hohe Wahrscheinlichkeit für trockenes Wetter, was für eine gute Trocknung des Heus notwendig ist. Die Nächte sind warm, so dass das Gras auch dann weiter wächst und der Fruktangehalt am Morgen geringer ist. Nach der Heuernte bleibt noch eine Wachstumsperiode übrig, so dass die Pferde danach auf die Weide gehen können.
Tipp 3: Feuchtigkeitsgehalt
Bei Trockenheit kann das Gras wegen des Feuchtigkeitsmangels nicht richtig wachsen, aber es werden Fruktane gebildet. Dies führt dazu, dass sich diese im Gras ansammeln. Wenn es die Zeit erlaubt, sollten Sie das Heu erst nach einer längeren Regenperiode einbringen. Oder bestreuen Sie Ihre Heuwiesen, um dies aufzufangen.
Tipp 4: Angemessene Düngung
Ein Mangel an Nährstoffen führt dazu, dass das Gras nicht ausreichend wachsen kann; dies führt auch zur Bildung von Fruktan. Informieren Sie sich darüber bei einer Bodenuntersuchung, die Sie durchführen lassen. Diese kann durchgeführt werden bei Purehorse.
Die Herstellung von gutem, gesundem Heu ist eine wahre Kunst. Es gibt viele Faktoren, die dazu beitragen, mehr als in diesem kurzen Blog erwähnt. Informieren Sie sich über Boden- und Weidemanagement. Und arbeiten Sie mit einem Lohnunternehmer zusammen, der Erfahrung in der Heugewinnung hat. Sprechen Sie auch darüber, was Sie erreichen wollen, denn Heu hat oft einen anderen Zweck als beispielsweise Raufutter für Kühe.
Teil des Puzzles
Die Fütterung von zuckerarmem Heu ist ein guter Anfang, um Ihr Pferd gesund zu ernähren. Leider fressen viele Pferde so lange, bis ihnen das Futter ausgeht. Um zu verhindern, dass sie zu lange ohne Raufutter auskommen, ohne dass sie zu viel bekommen und dadurch übergewichtig werden, können intelligente Hilfsmittel wie ein Heufutterautomat helfen. Ein Beispiel dafür ist unser Haybutler.
Kostenloses E-Book 5 wichtige Tipps zur Bestimmung der richtigen Menge an Raufutter
Jetzt, wo Sie das perfekte Heu hergestellt haben, wollen Sie es verantwortungsvoll an Ihr Pferd verfüttern. Wie kann ich sicherstellen, dass mein Pferd nicht zu lange ohne Raufutter auskommt, ohne ihm zu viel zu geben? Welche Arten von Raufutter kann ich meinem Pferd füttern? All das und mehr finden Sie in unserem Kostenloses E-Book: 5 wichtige Tipps zur Bestimmung der richtigen Menge an Raufutter.

