• Hilfe! Mein älteres Pferd bleibt zu dünn! Was nun?

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    Viele Pferde verlieren im Laufe ihres Lebens an Kondition. Das kann ganz subtil beginnen: etwas weniger Muskulatur, die Rippen treten etwas deutlicher hervor, die Schulter wird ein wenig kantiger. Aber bevor Sie es merken, ist Ihr Pferd wirklich zu dünn. Erkennbar? In diesem Blog erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie gezielt handeln können, wenn Ihr Senior sein Gewicht nicht hält. Praktisch, umsetzbar und immer mit Blick auf die Gesundheit Ihres Pferdes.

    Schritt 1: Beginnen Sie mit den Grundlagen. Gutes Raufutter, immer verfügbar

    Der Eckpfeiler jeder Ration ist Ballaststoff. Und für ältere Pferde sind sowohl Qualität als auch Quantität entscheidend. Ein älteres Pferd hat eine langsamere Verdauung, kaut oft weniger effizient und hat mehr Schwierigkeiten, die Nährstoffe aufzunehmen. Einfach nur Heu zu geben wie immer‘ reicht dann manchmal nicht mehr aus.

    Deshalb: immer Raufutter ad libitum anbieten und Heu von guter Qualität wählen - strohig, aber nicht zu grob. Für ältere Pferde kann ein feinerer Schnitt sogar besser geeignet sein, vorausgesetzt, es ist nicht staubig oder schimmelig.

    Achten Sie auch darauf, wie das Heu angeboten wird. Ein feinmaschiges Heunetz oder ein langsamer Fütterer verhindert die Verschwendung, aber in diesem Fall könnte es möglicherweise zu langsam sein, so dass Ihr Pferd nicht genug frisst.

    Natürlich gehört immer ein geeigneter Balancer dazu, vorzugsweise ein seniorengerechter, wie zum Beispiel der Senior Pure G von Okapi.

    Schritt 2: Kontrolle der Zähne und des tatsächlichen Essverhaltens

    Viele ältere Pferde fressen weniger, als ihre Besitzer denken. Weil sie ruhig dastehen und knabbern, sieht es so aus, als würden sie gut fressen. Unterm Strich werden vielleicht nur wenige Kilos gefressen.

    Deshalb eine wichtige Kontrolle: Stellen Sie Ihrem Pferd 24 Stunden lang eine abgemessene Menge Heu zur Seite (z. B. in einem 20-kg-Netz). Wiegen Sie, wie viel nach 24 Stunden noch übrig ist. Nur so wissen Sie, was es wirklich frisst.

    Nimmt es weniger auf als erwartet? Wenn ja, lassen Sie die Zähne von einem guten Pferdezahnarzt überprüfen. Ältere Pferde leiden eher unter scharfen Kanten, lockeren Backenzähnen oder Zahnverlust. Schmerzen beim Kauen sind eine unterschätzte Ursache für Gewichtsverlust.

    Schritt 3: Keine Zahnprobleme? Dann unterstützen Sie den Darm

    Wenn Ihr Pferd zwar genug frisst, aber trotzdem nicht zunimmt, lohnt sich ein Blick auf die Darmgesundheit. Ältere Pferde leiden manchmal unter einer verminderten Aufnahmefähigkeit des Darms, insbesondere nach Medikamenteneinnahme, Stress oder einfach aufgrund des Alters.

    Eine milde Darmreinigung mit bitteren Kräutern und Lapachorind hilft, den Darm zu reinigen, die Schleimhaut wiederherzustellen und die Nährstoffaufnahme zu verbessern. Dies ist ein natürlicher Weg, um den Verdauungsprozess zu fördern.

    Sie können dann sechs Wochen lang bittere Kräuter + lapachorinde in die Ernährung aufzunehmen, um die Verdauung zu optimieren.

    Schritt 4: Ergänzende Grasbrocken. Mehr als nur eine Ergänzung

    Wenn die Unterstützung nicht ausreicht, ist es an der Zeit, das Futter zu ergänzen. Grasbrocken sind dann der erste Schritt. Diese sind reich an Ballaststoffen, Energie und Eiweiß und werden in der Regel gut gefressen. Auch von wählerischen oder zahnarmen Pferden.

    • Beginnen Sie langsam mit 500 Gramm pro Tag.
    • Je nach Bedarf aufstocken. Für manche Pferde sind 1,5 bis 2 kg pro Tag ausreichend.
    • Im Extremfall kann sogar der gesamte Raufutterbedarf durch Grasbrocken ersetzt werden. Wird über mehrere Portionen verteilt angeboten.

    Geben Sie vorzugsweise nicht mehr als 1 kg pro Fütterung, um das Risiko einer Verstopfung oder Proteinüberladung zu verringern.

    Für größere Mengen verwenden Sie einen praktischen Slow Feeder wie den Tinybutler. Ermöglicht Ihnen eine sichere und stressfreie Dosierung. Perfekt für empfindliche Mägen und praktische Pferdebesitzer.

    Schritt 5: Hinzufügen von Extras, aber auf intelligente Weise

    Bleibt Ihr Pferd trotz guter Ernährung immer noch etwas zu mager? Dann können Sie mit proteinreichen Strukturquellen ergänzen:

    • Esparcette - unterstützt auch die Darmflora und enthält Gerbstoffe.
    • Luzern - reich an Aminosäuren, Kalzium und Ballaststoffen.

    Sie können diese Quellen bis zu etwa 2 kg pro Tag füttern, verteilt auf mehrere Portionen. Sie sind ideal, um die Muskelmasse zu unterstützen und die Ration etwas ‘reicher’ zu machen, ohne gleich auf Kraftfutter umzusteigen.

    Und in extremen Fällen: Rübenschnitzel. Maximal 1 kg pro Tag (Trockengewicht), immer gut eingeweicht. Hüten Sie sich davor, zu nass zu füttern: Ein dicker Brei vermittelt ein schnelleres Sättigungsgefühl, während Ihr Pferd weniger aufnimmt, als Sie denken.

    Schritt 6: Funktioniert das alles nicht? Zeit für Vertiefung

    Haben Sie alle Schritte durchlaufen, und bleibt Ihr Pferd trotz allem dünn? Dann wäre es ratsam, sich an einen Spezialisten zu wenden.

    Manchmal gibt es Stoffwechselprobleme, versteckte Entzündungen oder hormonelle Ungleichgewichte entlang. Je eher Sie sich das vor Augen führen, desto eher können Sie gezielte Maßnahmen ergreifen. Brauchen Sie dabei Hilfe? Dann können Sie jederzeit eine Nachricht senden über purehorse.co.uk.

    Über Jantine und Pure Horse

    Dieser Blog wurde von Jantine von Pure Horse geschrieben. Ernährungsfanatikerin, Pferdemensch und Gründerin eines Webshops voller ehrlicher Futtermittel für jedes Pferd. Wir glauben an die Kraft der Natur und an die Weisheit des Körpers. Deshalb entwickeln wir Produkte, die zum Pferd passen.